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Karawankentunnel am 30. Juli gesperrt [26.07.2016]


ASFINAG: Karawankentunnel am 30. Juli wegen Staatsbesuch von Präsident Putin gesperrt

Sicherheitsmaßnahmen in Slowenien machen großräumige Umleitungen erforderlich

Der Staatsbesuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Slowenien hat möglicherweise

auch enorme Auswirkungen auf Österreich, insbesondere auf den Urlauberverkehr in Richtung

Süden. Aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen wird Slowenien den Karawankentunnel auf

slowenischer Seite am Samstag, den 30. Juli nach derzeitigem Wissensstand für den Verkehr

sperren. Diese Sperre ist für mehrere Stunden anberaumt, derzeit ist vom Zeitraum 9 bis 18 Uhr

auszugehen.

WICHTIG: Welche Maßnahmen mit verkehrlicher Auswirkung rund um den Staatsbesuch

wirklich umgesetzt werden, ist nicht im Detail bekannt. Die ASFINAG und die slowenische

DARS sind daher in ständigem Kontakt, um im Falle einer Tunnelsperre schnellstmöglich

reagieren zu können.

Der 30. Juli ist bekanntlich der stärkste Reisesamstag im Sommer. Zehntausende Deutsche und

Niederländer machen sich an diesem Wochenende auf den Weg in Richtung Italien, Slowenien und

Kroatien. Für den Fall, dass diese Sperre tatsächlich stattfindet, hat die ASFINAG einen

umfangreichen Notfallplan in Kraft gesetzt, um die Verkehrsströme bereits frühzeitig umzuleiten:

Die A 11 Karawanken Autobahn wird bei tatsächlich erfolgter Sperre des Karawankentunnels

dann bereits ab dem Knoten Villach für den gesamten Verkehr gesperrt.

Ab dem Grenzübergang Walserberg auf der A 1 West Autobahn wird ab 27. Juli mittels

Warnleitanhänger und Wechseltextanzeigen auf die Sperre des Kärntner Tunnels zwischen

Österreich und Slowenien hingewiesen und die Fahrt über die A 1 West Autobahn sowie die

A 9 Pyhrn Autobahn zum Grenzübergang Spielfeld als Ausweichroute angeboten.

Entlang der A 10 Tauern Autobahn wird auf den Überkopfanzeigen auf die Tunnelsperre

aufmerksam gemacht und vor dem Knoten Villach auf die beiden Ausweichrouten über die

A 2 Süd Autobahn via Graz und weiter über die A 9 nach Spielfeld sowie durch Italien über

Arnoldstein, Udine und Triest hingewiesen.

Bei der Mautstelle St. Michael in Salzburg werden zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt, zudem

wird die ASFINAG mehrsprachiges Infomaterial mit Hinweisen über Sperre und Umleitungen

verteilen.

Im Bereich des Knoten Villachs werden im Falle eines Rückstaus Mitarbeiter im Einsatz sein,

um Mineralwasser zu verteilen.

Die ASFINAG wird zusätzlich alle Partner-Unternehmen in Deutschland, wie etwa den

ADAC, und in den Niederlanden mit Informationen versorgen, ebenso die Medien.

Anlass für den Staatsbesuch Putins sind Feierlichkeiten rund um eine Gedenkstätte russischer

Kriegsgefangener. 400 russische Kriegsgefangene waren im März 1916 bei den Bauarbeiten der

Nachschublinie der österreichisch-ungarischen Monarchie für die Isonzo-Schlachten am Vrsic-Pass

Opfer eines Lawinenabgangs. Aus diesem Anlass wurde eine Kapelle „RUSKA KAPELICA“ am

Nordhang errichtet, wo die 100-jährige Gedenkfeier stattfinden soll.

 

 

 

 

 

 

 


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