Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Belgien: Blockaden in Wallonien im Zusammenhang mit der Mauteinführung nehmen zu [06.04.2016]


Belgien: Blockaden in Wallonien im Zusammenhang mit der Mauteinführung nehmen zu

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Scharfstellung des elektronischen Mautsystems am 1. April 2016 kommt es in Belgien vielerorts zu erheblichen Behinderungen und zum Teil wilden Blockadeaktionen. Auch heute, am 6. April 2016, wird von einer Zunahme blockierter Straßen und Zufahrten zu Industriegebieten berichtet, insbesondere in Wallonien. An den Grenzübergängen nach Frankreich sind die Zufahrtsstraßen größtenteils blockiert.

Aktuelle  Informationen sind der Website von Trafiroutes Wallonien unter www.trafiroutes.wallonie.be zu entnehmen, beziehungsweise zum Staugeschehen und zu den Protesten in ganz Belgien unter http://www.inforoutes.be/ zu finden.

Derzeit ist nicht bekannt, wie lange diese seit dem letzten Wochenende stattfindenden Aktionen und Blockaden noch andauern.

Hintergrund der Proteste und Staubildungen ist zum einen die Unzufriedenheit belgischer Transportunternehmer mit der Mauteinführung grundsätzlich, andererseits aber auch mit der Versorgung  von On-Board-Units (OBUs) durch die Betreibergesellschaft Satellic sowie diverser technischer Unzulänglichkeiten der Geräte.

Die flämische Regierung hat zwischenzeitlich eine gewisse Kulanz im Rahmen der Mautzahlungen angekündigt. Diese gilt ausschließlich für Unternehmen, die ihre OBU vor dem 20. März 2016 bestellt und bisher noch nicht erhalten haben, sowie für  Unternehmen, die die Betreibergesellschaft Satellic im Fall von technischen Störungen nicht erreichen können.  Wallonien und Brüssel haben sich diesbezüglich noch nicht geäußert. Satellic hat darüber hinaus angekündigt, dass sich Unternehmen auch per E-Mail mit ihren Problemen an den Betreiber wenden können (www.satellic.be).

Die belgischen Gewerbeorganisationen verhandeln seit Tagen mit den zuständigen Ministerien in Belgien über die Probleme mit dem Mautsystem und die bestehenden Blockaden. Auch die EU-Kommission hat sich zwischenzeitlich eingeschaltet.

Betroffenen Unternehmern ist zu empfehlen, sich über die aktuelle Situation in Belgien fortlaufend zu informieren und  Kontakt mit ihren Auftraggebern zu halten.

 

Ihr LTV -Team


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