Dienstag, 11. Dezember 2018
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"Logistik geht voran" - DSLV unterstützt Initiative zur Beschäftigung von Flüchtlingen [10.09.2015]


Bonn/Berlin, 7. September 2015. Angesichts der aktuelle Flüchtlingskrise macht sich der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) für die Beschäftigung von Flüchtlingen in den Unternehmen seiner Branche stark. Zu diesem Zweck unterstützt der Verband aktiv die Initiative „Logistik geht voran“ der Deutschen Verkehrs-Zeitung (DVZ). Zugleich fordert der DSLV pragmatische und unbürokratische Lösungen für die Einstellung von Flüchtlingen.

DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster spricht von einer Win-win-Situation, die die Politik jetzt nicht verschlafen dürfe: „Auf der einen Seite sucht die international agierende Speditions- und Logistikbranche Fach- und Nachwuchskräfte. Auf der anderen Seite sind viele Menschen, die jetzt nach Deutschland kommen, qualifiziert und motiviert und hoffen auf Arbeit, Ausbildung oder Praktikumsplätze.“ Zahlreiche Unternehmen seien bereit, Flüchtlingen eine Chance zu geben. Dabei stießen sie allerdings oft auf hohe bürokratische Hürden. In Deutschland gibt es variantenreiche  Statuskombinationen für Flüchtlinge mit verschiedenen Auswirkungen auf Bleibe- und Arbeitsrecht.

Um Migranten und Logistiker zusammenzubringen, hat die DVZ in Kooperation mit dem DSLV eine Online-Plattform gestartet. Interessierte Unternehmen können mit einem unter  www.dvz.de/logistikgehtvoran hinterlegten Formular freie Stellen, Praktikums- und Ausbildungsplätze  speziell für Flüchtlinge melden. Diese werden dann direkt an die regionalen Arbeitsagenturen und Vermittlungsstellen weitergeleitet. Auf der Plattform finden sich außerdem Informationen und Tipps rund um das Thema Beschäftigung von Flüchtlingen.

Es gibt bereits zahlreiche Beispiele für gelebte Willkommenskultur der Branche, die Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse nicht nur im gewerblichen Bereich und als Berufskraftfahrer, sondern auch im kaufmännischen Bereich anbieten kann.

"Die Aktion `Logistik geht voran` kann die professionelle Arbeit der Hilfsorganisationen und Behörden begleiten, indem sie frühzeitig Perspektiven für die Beschäftigung in einer zukunftsträchtigen Branche aufzeigt", so Huster. "Die Politik muss ihren Beitrag leisten und  jetzt die Hürden für das Bleiberecht insbesondere junger Menschen in Ausbildung und für die unmittelbare Zeit danach deutlich senken." Deshalb sei die von weiten Teilen der Wirtschaft geforderte Regelung 3 plus 2 - keine Abschiebung während der dreijährigen Ausbildung und den sich anschließenden beiden Beschäftigungsjahren - endlich verbindlich zu beschließen.


Der DSLV:

Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation deutscher Speditions- und Logistikdienstleister eine der größten Branchen Deutschlands. Über seine 16 Landesverbände repräsentiert der Dachverband etwa 3.000 Betriebe mit annähernd 520.000 Beschäftigten.

Der DSLV ist kompetenter Ansprechpartner für Politik und Medien zu allen Fragen rund um die Themen der Spedition und der Güterlogistik mit allen Verkehrsträgern (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht) einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette.


Quelle:
DSLV Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V.


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