Mittwoch, 12. Dezember 2018
News:






News

Neues automatisiertes Bußgeldverfahren in Frankreich [24.05.2014]


In Frankreich ist ein neues automatisiertes Bußgeldverfahren eingeführt worden. In diesem automatisierten Bußgeldverfahren werden alle Verkehrsverstöße durch fest installierte oder mobile Blitzanlagen und Ampelüberwachungsanlagen dokumentiert.

 

Bei einem Verkehrsverstoß wird eine Zahlungsaufforderung, Zahlungsmitteilung und ein Widerspruchsformular direkt an den festgestellten Halter des Fahrzeuges übersandt. Das Formular ist in deutscher Sprache ausgestellt und enthält sowohl eine umfassende Beschreibung des festgestellten Verstoßes als auch die Art der Fahrzeugidentifikation des Kontrollgerätes. Enthalten sind ebenfalls die Höhe des Bußgeldes und das Verfahren zur Zahlung bzw. zum Einlegen eines Einspruches.

 

Die Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße sind im Vergleich zur Bußgeldhöhe in Deutschland hoch. Bei einer Geschwindigkeitsübertretung abzüglich Toleranz von einem km/h wird bereits ein Bußgeld in Höhe von Euro 90,00 fällig. Dieses ist in innerhalb von 46 Tagen zu bezahlen. Wird das Bußgeld in einer späteren Frist bezahlt, werden bis zu Euro 375,00 fällig.

 

Da im Regelfall Fahrzeuge von hinten geblitzt werden, führt dies dazu, dass bei Sattelzügen und Gliederzügen mit Anhänger der Halter des Aufliegers bzw. Anhängers den Bußgeldbescheid bekommt, während die Zugmaschine gegebenenfalls nicht erfasst wird. Erkenntnisse wie diese Fälle, die durch die französischen Behörden weiter verfolgt werden, liegen noch nicht vor.


Eine ausführliche Information zu dem neuen Verfahren gibt es im Internet unter www.antai.fr

Die Seite ist mehrsprachig. Informationen liegen neben französischer Sprache auch in deutsch, englisch, italienisch, holländisch und spanisch vor.

 

Quelle: Mitteilung der AMÖ vom 23.05.2013 

 


<< zurück zur Übersicht