Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Vom Lkw herabstürzende Eisbrocken sind kein Kavaliersdelikt [31.01.2013]


Nachstehende Veröffentlichung auf der Web-Site: www. DEKRA.net vom 30.01.2013 sollte dringende Warnung an alle Kraftfahrer sein. 

In Thüringen bestehen dank vieler Sponsoren längs der Autobahnen und den angrenzenden Rastanlagen sowie in Betrieben und Gewerbegebieten Räumstationen, die die Beseitigung von gefährlichen Schnee- und Eisplatten von den Oberflächen der Fahrzeuge ermöglichen.

Unsere Aufforderung an alle Kraftfahrer:

Sind Sie vor dem Schaden klug und nutzen Sie diese Anlagen!

Zitat von der o.g. Web-Site:

"Vom Lkw herabstürzende Eisbrocken sind kein Kavaliersdelikt. Im Schadensfall kann der Führer des Fahrzeugs wegen Verstoßes gegen die allgemeinen Verhaltens- und Sorgfaltpflichten zu einer Geldbuße verurteilt werden.

Im vorliegenden Fall (3 Ss OWi 1696/10) verurteilte das Oberlandesgericht Bamberg einen Lkw-Fahrer zu 80 Euro Geldbuße, nachdem von seinem Fahrzeug herabstürzende Eisbrocken Schäden an einem Pkw verursacht hatten. Nach Angaben des Internetservice kostenlose-urteile.de fuhr der Lkw auf der Autobahn und verlor mehrere bis zu 20 Zentimeter große Eisbrocken, die auf dem Dach und der Motorhaube einschlugen und dem dahinter fahrenden Pkw teilweise handflächengroße Dellen zufügten.

Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Bamberg gehört es zu den Verhaltens- und Sorgfaltspflichten des Fahrzeugführers, dass von seinem Fahrzeug auch bei Einhaltung sämtlicher Betriebs-, Bau- und Ausrüstungsvorschriften keine Gefahr durch sonstige fahrzeugbezogene Umstände ausgeht. Eine erhebliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit durch sonstige fahrzeugbezogene Umstände liege vor, wenn der Eintritt einer konkreten Gefahr für andere wahrscheinlicher wird. Dies sei unter anderem der Fall, wenn sich auf dem Dach oder der Plane des Lkw-Anhängers größere Eisplatten oder Eisstücke bilden konnten." (Zitatende)


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