Montag, 06. Februar 2012
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Presse

Mauterhöhung muss ausgesetzt werden [13.01.2009]


Während sich Union und SPD im Koalitionsausschuss bereits auf ein zweites Konjunkturpaket geeinigt haben, stehen Frachtführer und Spediteure weiterhin im Regen.

Als im November vergangenen Jahres mit denkbar knapper Mehrheit die Mauterhöhung für den 1. Januar 2009 durchgesetzt wurde, war die Rezession bereits im Anzug. Bereits Anfang Januar 2009 zeichnet sich deutlich ein Kapazitätsüberhang zu Lasten unserer Unternehmer ab, die es äußerst schwer haben, die von der Politik rücksichtslos diktierte Mauterhöhung um durchschnittlich mehr als 50 % auf die Fracht überzuwälzen.

Da die Thüringer Transportunternehmer aus ökonomischen Gründen noch ca. 60 % Euro-3-Fahrzeuge betreiben müssen, ist die Maut nicht durchschnittlich auf 16,3 Cent, sondern auf 20,9 Cent/Kilometer gestiegen. Diese enorme Kostenbelastung werden nicht alle unsere Mitglieder verkraften können. Wenn es nicht gelingt, die unmäßige, existenzbedrohende Lkw-Maut 1:1 an Auftraggeber und Verbraucher weiterzugeben, bleibt dem Transportunternehmer nur der Abbau von Transportkapazitäten und Personal. Dieser Prozess ist auch im Freistaat Thüringen bereits im vollen Gange. Diese personellen und materiellen Kapazitäten fehlen dann, wenn es in der deutschen Wirtschaft wieder aufwärts gehen sollte. Aber soweit denkt man in Berlin offenbar nicht.

Im Güterkraftverkehrsgewerbe des Freistaates Thüringen sind derzeitig 2.400 Unternehmen, in der Bundesrepublik Deutschland 54.000 Unternehmen tätig, überwiegend mittelständisch organisiert.

Das beste Produkt nützt der Wirtschaft und den Verbrauchern nichts, wenn es nicht dorthin gebracht wird, wo es auch gebraucht wird. Ohne unser Gewerbe geht es nun mal nicht.

 

Die im Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) e.V. organisierten Transportunternehmer fordern deshalb dringlich im Interesse der Existenzsicherung unseres Gewerbes und der gesamten Volkswirtschaft die Mauterhöhung zu revidieren und auszusetzen.

 

 

Dr. Hoffmann

Pressesprecher


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